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Betting Everything on AI Native: How Box Rewires Itself for the Agentic Era

Mit Aaron Levie, Box

14.08.2026PodcastAgentic Era
Betting Everything on AI Native: How Box Rewires Itself for the Agentic Era | Aaron Levie, Box

Aaron Levie zeigt, wie Box sich nicht nur mit KI ergänzt, sondern konsequent neu ausrichtet. Der Kern ist nicht ein einzelner Agent, sondern saubere Wissensgrundlagen, klare Governance, schnellere Tool-Wechsel und mehr Verantwortung bei den Fachbereichen. Für Unternehmen heißt das: KI wird dann wirksam, wenn Prozesse, Daten und Zuständigkeiten mitgedacht werden.

Das Wichtigste in Kürze

Kontext schlägt Modellgröße

Agenten sind laut Levie vor allem deshalb schwer einzusetzen, weil sie vergessen und exakten Kontext brauchen. Wer sie einfach in alte Abläufe setzt, bekommt oft wenig Mehrwert. Der Hebel liegt deshalb weniger im bloßen Zugang zu Modellen als in der Frage, welche Daten, Prozesse und Dokumente der Agent wirklich sehen und verstehen kann.

Ohne Quellen der Wahrheit wird es fehlerhaft

In vielen Unternehmen liegt ein Vertrag oder ein wichtiges Dokument an mehreren Orten. Genau das macht Agenten anfällig, weil sie schnell die falsche Version erwischen. Box sieht hier die eigentliche Baustelle, Inhalte müssen konsolidiert, in die Cloud gebracht und für Agenten verlässlich nutzbar gemacht werden.

KI ist Chefsache der Fachbereiche

Levie hält es für falsch, die ROI-Frage bei KI allein beim CIO abzuladen. Engineering, Sales oder Marketing sollen eigene Budgets und Verantwortung haben, weil dort auch die Wirkung entsteht. Die IT organisiert die Technik, die Geschäftsteams verantworten den Nutzen.

The Big Points

Warum viele Agenten im Alltag kaum Wirkung entfalten

Levie macht einen klaren Punkt: Wer Agenten einfach auf bestehende Workflows draufsetzt, holt nicht automatisch mehr heraus. Agenten sind vergesslich, brauchen präzisen Kontext und scheitern schnell, wenn Wissen zerstreut oder Prozesse nur für Menschen gebaut sind.

Darum wird Informations- und Wissensmanagement für ihn zu einem der zentralen Bausteine der nächsten industriellen Revolution. Nicht das Modell allein entscheidet, sondern ob das Unternehmen seine Inhalte so organisiert, dass Agenten damit zuverlässig arbeiten können.

Was Startups bei KI oft besser machen als Konzerne

Spannend ist Levies Beobachtung, dass kleine Firmen die neue Arbeitsweise oft früher verstanden haben. Dort werden Agenten als First-Class-Citizens behandelt: Entscheidungen werden dokumentiert, Workflows agententauglich gebaut und menschliche Kontrolle bewusst eingebaut.

Große Unternehmen können das auch, aber viel langsamer. Sie müssen ihre gewachsenen Strukturen, ihre Governance und ihre Kultur verändern. Genau darin liegt die eigentliche Schwierigkeit, nicht im Ausprobieren einzelner Tools.

Wie Box seine eigene Arbeit auf AI Native umbaut

Box geht nach Levies Beschreibung nicht halbherzig vor. Engineering-Teams arbeiten bereits mit einer neuen KI-Werkzeugkette, die sich in kurzer Zeit mehrfach geändert hat, von GitHub Copilot über Cursor und Claude Code bis Codex und weiteren Agenten-Setups.

Auch außerhalb des Codings soll KI den Alltag beschleunigen, etwa bei Produktmanagement, Go-to-Market, Sales oder Solution Engineering. Wichtig bleibt dabei: Menschen bleiben verantwortlich. Box denkt KI als Verstärker für Output pro Person, nicht als reine Jobkürzung.

Warum Datenqualität und Governance plötzlich operativ werden

Viele Unternehmen haben ihre Daten über zu viele Systeme verteilt, oft ohne klare Quelle der Wahrheit. Für Agenten ist das ein echtes Problem, weil sie bei jeder Mehrfachablage auch mehrere Fehlerquellen mitbringen.

Die Rolle der Forward-Deployed Engineers wird dadurch anspruchsvoller, nicht einfacher. Sie müssen Workflows verstehen, Datenquellen finden, Inhalte in agententaugliche Form bringen, Modelle evaluieren und den Einsatz im Kundensystem laufend prüfen. Das ist laut Levie schwere, nicht automatisierbare Arbeit.

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