Donbass statt Silicon Valley: Wo die Zukunft der KI-Drohnentechnologie wirklich entschieden wird
Mit Matthias Lehna, Quantum Systems
30.01.2026YouTubeDrohnenkrieg
Diese Folge zeigt, wie KI- und Drohnentechnologie dort vorankommen, wo sie unter realem Druck bestehen muss: in der Ukraine. Matthias Lehna von Quantum Systems erklärt, warum Material, Redundanz, schnelle Iteration und gute Ausbildung oft wichtiger sind als die nächste große KI-Versprechung.
Quantum Systems lernt nicht im Labor, sondern im Einsatz: In der Ukraine werden Systeme unter Beschuss, unter Air Raid Alerts und unter elektronischer Kampfführung weiterentwickelt. Genau dort entscheidet sich, welche Technologie wirklich trägt.
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Mehr Material, nicht nur mehr KI
Ein prägendes Beispiel aus dem Gespräch: Statt auf eine KI-Optimierung zu setzen, zeigte der Geschäftsführer vor Ort zerbrochene Flügelteile und sagte schlicht: „we need better material“. Die Pointe ist klar: KI ist wichtig, aber nicht die Antwort auf alles.
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Edge statt Datenfantasie
Wenn GPS ausfällt und Datenverbindungen unzuverlässig sind, müssen Drohnen viele Aufgaben direkt an Bord erledigen. Quantum Systems setzt deshalb auf Rechenleistung auf dem Gerät, damit nur die relevanten Informationen beim Operator landen.
⚡Zwischen Berlin und Kyjiw gilt eine andere Realität
Matthias Lehna pendelt zwischen Berlin und Kyjiw und beschreibt eine Umgebung, in der technologische Entwicklung unmittelbar mit Kriegserfahrung verbunden ist. Entwickler gehen bei Air-Raid-Alarmen mit Laptop in den Shelter; das verändert Organisation, Tempo und Prioritäten.
Die Folge macht deutlich: Drohnentechnologie wird derzeit nicht im Silicon Valley vorangetrieben, sondern dort, wo sie sich im Einsatz bewähren muss. Wer verstehen will, wohin sich KI in diesem Feld entwickelt, muss diese Realität ernst nehmen.
🛠️Innovation entsteht unter Druck, nicht im perfekten Prototyp
Die Lernzyklen in der Branche sind extrem kurz. Systeme, die gestern noch funktionierten, können durch elektronische Kampfführung schnell unwirksam werden. Quantum Systems musste etwa auf GPS-Blockaden mit neuen Redundanzsystemen reagieren – nicht in Monaten, sondern über die Feiertage.
Lehns Kernthese: Erfolg entsteht durch schnelle Anpassung an das eigentliche Problem. Oft ist die richtige Antwort nicht ein neuer Hype, sondern ein konkretes technisches Detail, das das System wieder einsatzfähig macht.
🤖Der Krieg verschiebt die Maßstäbe für Drohnen
Im Gespräch wird die gesamte Bandbreite unbemannter Systeme sichtbar: von großen MALE-Drohnen bis zu millionenfach genutzten Multicoptern wie DJI-Mavics. In der Ukraine spielen diese kleinen Systeme eine enorme Rolle, teilweise als günstiger Ersatz für Artilleriemunition.
Lehna beschreibt Drohnenkrieg als „numbers game“: Nicht die perfekte Einzel-Lösung entscheidet, sondern Verfügbarkeit, Masse und Anpassungsfähigkeit. Die Ukraine produziert inzwischen Millionen Drohnen und hat damit ein neues Tempo im Feld gesetzt.
👥Autonomie bleibt vorerst begrenzt
Trotz aller Fortschritte sind vollautonome Drohnenschwärme noch nicht Realität. Im Moment bleibt der Mensch im System zentral – aus technischen und ethischen Gründen. Der Operator soll entscheiden, bevor kritische Schwellen überschritten werden.
Das ist für Lehna kein Rückschritt, sondern vernünftige Begrenzung. Die Entwicklung geht zwar Richtung Teaming und mehr Autonomie, aber die Realität im Einsatz ist weiterhin geprägt von menschlicher Kontrolle und Verantwortung.
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